Sommertouren 2015

Auf der Elbe und der Nordsee unterwegs

Mit dem Sonnenaufgang recht früh los, um über die Elbe und Nordsee zu segeln. Die Tide mitnehmend segelten wir elbabwärts in Richtung Helgoland. Gegen den ursprünglichen Plan, die nächste Tide in Cuxhaven abzuwarten, setzten wir vor “Medem Grund” den Anker und nutzen die schöne Mittagshitze für eine sehr ausgedehnte Siesta.

Erst am späten Nachmittag ging schließlich unter Genua und dem Großsegel recht schnell über die Nordsee. Mit den allerletzten Strahlen des Sonnentages kamen wir in Helgoland an.

Segelschiff von Oben

Wie es dort üblich ist, lagen wir im sechser Päckchen. Obwohl der Tag sehr lang war, ließen wir uns das letzte Bier wohlwollend noch schmecken. Schon am nächsten Morgen um sechs Uhr mussten wir wieder antreten.

Ein erfolgreiches An- und Ablegemanöver absolvierten wir zusammen mit unserem Nebenlieger, der sich wiederum als ein umsichtiger Nachbar entpuppte. Wir legten kurzerhand gemeinsam ab und erneut in der nächsten leeren Box wieder an. So konnten wir die Zeit für eine weitere Schlafeinheit nutzen. Etwa gegen Mittag ging es dann weiter und wir fuhren wir in einen Dieselhafen, um entsprechend Treibstoff aufzunehmen.

Erlebnis Insel

Dabei reihten wir uns geduldig in die Schlange von anderen wartenden Schiffe ein. Nach etwa zwei Stunden war die komplette Prozedur beendet und wir legten erneut an, um die Insel in Ruhe zu erkunden. So reifte während einem kleinen Inselbummel der Plan, sich noch mit dem Notwendigen einzudecken und die Elbmündung Neufeld anzusteuern.

Dabei sah die Planung vor, gegen Abend auszulaufen und etwa 12 Stunden später Neufeld anzulaufen. Auch wenn ein schwacher Wind vorhergesagt war, ließen wir uns trotzdem nicht beirren, den Plan auch in die Tat entsprechend umzusetzen. Nach einem kurzen Motorcheck verließen wir pünktlich den Hafen und so ging es unter Gennaker und dem Großsegel an sich sehr zügig und dann leider immer langsamer in Richtung Elbmündung.

Segelschiff in der Sonne

In der Dämmerung

Nach dem die Dunkelheit eingesetzt hat, flaute der Wind komplett ab und wir beschlossen, die Fahrt unter Motor fortzuführen, um unseren Plan zu verwirklichen, Neufeld in den Morgenstunden zu erreichen. Um ein wenig Schlaf nachzuholen, ging es für mich in die Koje und ich war auch schnell in den Träumen der Seefahrt angekommen.

Allerdings gab es für mich keine allzu lange Nacht, denn bereits ab zwei Uhr morgens in der Nacht stand ich schon wieder am Ruder der Segelyacht. Wir waren sehr gut im Zeitplan und bereits schon kurz vor Cuxhaven, als wir nach 12 Stunden unser geplantes Ziel erreichten.